Terroranschläge von Paris und Kopenhagen

Nach den Anschlägen von Paris und Kopenhagen

Rathaus Schöneberg
Rathaus Schöneberg
 welche Bedrohung geht vom radikalen Islamismus für unsere Gesellschaft aus?

lautete die schwierige Frage, der die beiden Ortsverbände Neu-Tempelhof und Schöneberger Westen in einer gemeinsamen Diskussionsveranstaltung versuchten Antworten zu finden. Als Referent konnte der Experte Stephan Lenz, verfassungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, gewonnen werden. Stephan Lenz führte in das Thema ein, indem er die aktuelle Situation im Nahen Osten, insbesondere die Probleme die der IS in der Region hervorruft, beleuchtete. Da der IS in alle Teile vernetzt ist, zog er den Brückenschlag zur Berliner  Islamisten- und Salafisten Szene. In Berlin zählt dieser radikale Personenkreis bereits über 500Mitglieder. Es wird geschätzt, dass um die 50 ehemalige IS Kämpfer in der Stadt aufhalten. Die Sicherheitsbehörden gehen derzeit davon aus, dass von diesem Personenkreis keine konkrete, akute Gefahr ausgeht. In der anschließenden Diskussion brachten viele Teilnehmer Ihre Sorgen zu dieser Problematik zum Ausdruck. Themen waren vor allem vermehrte Radikalisierungen von Insassen in Strafvollzugsanstalten und der Wunsch nach mehr Engagement der muslimischen Gemeinde. Diese sollten stärker radikale Tendenzen bekämpfen und intensiver mit den Justizbehörden zusammenarbeiten. Herr Lenz sprach sich dafür aus, dass Muslime sich besser organisieren und eine Institution schaffen sollten, die für die Mehrheit der Muslime spricht, dies würde den Dialog einfacher gestalten. Abschließend empfahl Herr Lenz sich von der aktuellen Situation nicht einschüchtern zu lassen, denn genau dies sei das Ziel der Terroristen.

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