Der Berg kreißte und gebar eine Maus: Das Ergebnis von mehr als zwei Jahren engagierter Arbeit der Einwohnerinitiative und zwei Beschlüssen der BVV mit Vorschlägen zur Verkehrsberuhigung ist dürftig. Denn es besteht greifbar aus der Aufstellung eines Dialogdisplays.

Alles, was das Bezirksamt nach engagierter Arbeit einer Einwohnerinitiative, nach zwei überragend gut besuchten Einwohnerversammlungen und zwei von der CDU-Fraktion initiierten BVVBeschlüssen zum Problem des Durchgangsverkehrs in der Gartenstadt Neu-Tempelhof erkennbar liefert, sind ein Dialogdisplay in der Manfred-v.-Richthofen-Straße - und eine umfangreiche Begründung der grünen Verkehrsstadträtin über das, was nicht geht und nicht machbar ist. „Angesichts der erheblichen Verkehrsbelastung der Gartenstadt Neu-Tempelhof und den ausdifferenzierten Vorschlägen der BVV, die u.a. auf Antrag der CDU-Fraktion kurzfristige, mittelfristige und langfristige Maßnahmen beschlossen hat, ist das bisherige Ergebnis sehr bescheiden“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar. Unbedingt notwendig sind aber abgestufte Maßnahmen wie zusätzliche Fahrbahnmarkierungen für Tempo 30, versenkbare Poller, eine geänderte Ampelschaltung und schließlich ein umfassendes neues Verkehrskonzept. "Die Mitteilung von Stadträtin Christiane Heiß ist ein Armutszeugnis, ein Dokument des Scheiterns und des Nichtkönnens", erklärt der Tempelhofer CDU-Verordnete Guido Pschollkowski. "Diese Mitteilung kann nicht das letzte Wort sein!" Die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg wird zusammen mit der Einwohnerinitiative beraten, wie es weitergehen soll. "Spätestens im Herbst 2021 werden die Neu-Tempelhofer ihr Urteil über die Verkehrspolitik im Bezirk zu fällen haben. Die Grünen werden sich dafür bei ihrer Stadträtin bedanken", so Guido Pschollkowski.

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